Meine erste Schwangerschaft: Lisa

Heute erzählt uns Lisa von der aufregenden Zeit ihrer ersten Schwangerschaft und gibt allen werdenden Müttern eine wie ich finde ganz wichtige Botschaft mit auf den Weg: Hört auf euer Bauchgefühl! Aber lest selbst… Noch mehr Erfahrungsberichte findet ihr in der Kategorie Meine erste Schwangerschaft.

Die Fotos hat übrigens alle der stolze Papa gemacht!

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Ich bin Lisa, 28 , Fotografin und Bankangestellte und seit dem 05.11. glückliche Mama einer süßen Tochter! Niemals hätte ich gedacht, dass es so was wunderschönes ist Mama zu sein… Doch beginnen wir weiter vorne.. Ziemlich um diese Zeit ( Januar) beschlossen mein Freund und ich es „drauf ankommen zu lassen“ denn wir fühlten uns bereit für ein Baby. Die Pille hatte ich schon längst abgesetzt, da mir dieser Hormoncocktail schon längerer Zeit nicht mehr geheuer war.

Dass es aber so schnell geht mit dem schwanger werden, hätten wir beide nicht vermutet ;) Im Februar hielt ich eines frühen Morgens bereits den positiven Test in der Hand! Irgendwie hatte ich es schon gespürt, dass sich in meinem Körper etwas verändert hat, denn ich testete schon am ersten Tag nach Ausbleiben meiner Periode… Ich freute mich riesig und ich glaube mein Herz setzte kurz aus, als ich das Ergebnis sah. Auch mein Freund machte große Augen und freute sich sehr.

Von da an beobachtete ich meinen Körper genau und nahm oft Kontakt zu meinem ungeborenen Baby auf. Ich blieb zum Glück von der Schwangerschaftsübelkeit verschont und auch sonst ging es mir die meiste Zeit richtig super! Ich war fit und konnte sogar noch einige Hochzeiten fotografieren. Ich genoss es richtig schwanger zu sein.

Mein Bäuchlein wuchs und wuchs und ich beschäftigte mich zunehmend mit der Frage, wo ich mein Baby bekommen möchte. Bereits bevor ich schwanger wurde, habe ich mir zu diesem Thema sehr viele Gedanken gemacht und mich informiert, was es so für Alternativen zum „Krankenhaus“ gibt. Denn für mich ist ein Krankenhaus ein Ort, zu dem kranke Menschen gehören und ich war ja nicht krank sondern schwanger! In mir wuchs neues Leben heran und irgendwie passte das für mich nicht so richtig zusammen. Also habe ich nach Alternativen gesucht. Das nächste Geburtshaus war zu weit weg und so habe ich mich mit dem Gedanken einer Hausgeburt angefreundet. Wieso nicht zu Hause, in den eigenen vier Wänden, wo ich mich wohl und geborgen fühle auch mein Baby zur Welt bringen? Mir gefiel der Gedanke immer besser und so suchte ich mir schon zeitig ( in der 8. SSW und das war schon fast zu spät) eine Hausgeburtshebamme. Zu ihr ging ich ab da regelmäßig und machte die meisten Vorsorgeuntersuchungen bei ihr. Auch da leitete mich der Gedanke, dass ich ja nicht krank bin und deshalb auch nicht unbedingt zum Gynäkologen gehen möchte. Ich vertraute meiner Hebamme da voll und ganz. Regelmäßig kontrollierte sie die Herztönchen, und nahm Maß von mir und meinem Bäuchlein. Ich freute mich jedesmal sehr auf die Termine- vor allem nahm sie sich sehr viel Zeit für mich… Lediglich zu den drei großen Ultraschallen sah mich der Gynäkologe. Ich verließ mich total auf mein Bauchgefühl, trat regelmäßig mit meinem Bauchzwerg in Kontakt und spürte in mich hinein. Instinktiv wusste ich, dass alles okay war und es keinen weiteren Untersuchungen wie Nackenfaltenmessung oder CTG bedarf. Meine Kleine strampelte beim ersten CTG wie wild und wehrte sich richtig dagegen, so dass für mich die Sache klar war- sowas brauche ich nicht! So hatte ich in der 34. Woche meinen letzten Arztbesuch und Ultraschall. Ab da ging ich nur noch zur Hebamme. Sie sagte mir, dass das Kleine (wir haben es uns nicht sagen lassen, ob es ein Junge oder ein Mädchen wird) richtig liegt und einer natürlichen Geburt nichts im Wege stünde!

Zu dem Zeitpunkt änderten wir unseren Plan der Hausgeburt allerdings, da ich von einer Klinik bei uns in der Nähe hörte, die einen hebammengeführten Kreissaal hat! Und das war genau das richtige für uns. Dort fühlten wir uns auch super aufgehoben und ich wusste- hier möchte ich mein Baby bekommen. Ein Geburtshaus in einer Klinik- perfekt und nicht zu weit weg für uns.

Auch machten wir keinen normalen Geburtsvorbereitungskurs, sondern einen Hypnobirthing -Kurs. Dieser Kurs hat uns wahnsinnig viel geholfen zu verstehen, was in meinem Körper passiert und hat mir und meinem Freund geholfen, die Geburt entspannt anzugehen. ( Der Partner ist bei allen Terminen dabei und wird mit eingebunden!) Wir lernten nur positives über Schwangerschaft und Geburt und konnten uns voll und ganz auf das ungeborene Leben einlassen und bereits in der Schwangerschaft eine Bindung zu dem kleinen Wesen in mir aufbauen!

Ich möchte mit meinem Bericht schwangere Frauen dazu ermutigen auf ihr Bauchgefühl zu hören und sich nicht durch die Kontrollen und Arztbesuche, die man anscheinend als Schwangere „durchlaufen“ muss verunsichern zu lassen. Und ja, man darf auch mal etwas hinterfragen oder ablehnen… Ich bin froh, dass wir uns für die Hebammenvorsorge in Kombination mit den drei Vorsorgen beim Gynäkologen entschieden haben- es war eine , für uns, perfekte Mischung. Fühlt in euch rein, verlasst euch auf euren Instinkt- wir sind dafür gemacht Babys zu bekommen!

Ich bin davon überzeugt, dass wenn man „entspannt schwanger“ ist und man ein Urvertrauen zu sich und seinem Körper hat, dass sich das auch auf das Baby überträgt und auch viel dazu beiträgt, dass man auch eine tolle Geburt und ein entspanntes Baby haben wird. Es ist so etwas wundervolles ein kleines Menschlein unter seinem Herzen zu tragen, einfach wundervoll!  Unsere kleine Maus ist mittlerweile ja auf der Welt und sie ist tatsächlich ein super entspanntes Baby…

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