Alles rund um die Taufe

Das Thema Taufe ist für viele junge Eltern oft mit einer gewissen Unsicherheit verbunden – angefangen von der Frage nach der religiösen Bedeutung, über die Planung des Taufgottesdienstes bis hin zur Gestaltung der anschließenden Feierlichkeiten. Doch wer sich auf die wesentlichen Aspekte konzentriert, die jede Taufe ausmachen, behält leicht den Überblick und kann sich entspannt mit den Vorbereitungen für diesen besonderen Tag befassen.

 

Taufe – Hintergrund und Bedeutung

Die Taufe gehört zu den wichtigsten Ereignissen im Leben eines Kindes. Eltern wollen den Nachwuchs mit der Taufe unter den Schutz Gottes stellen; aus christlicher Sicht ist das Kind nach dem Taufakt in die Kirche eingegliedert und als Kind Gottes angenommen. Der Begriff „Taufen“ bedeutet dabei wörtlich „in Wasser eintauchen“. Das bedeutet, dass der Täufling symbolisch wie Jesus in den Tod eintaucht, anschließend in die Familie Gottes hineingeboren wird und wie Jesus eine Auferstehung, also ein neues Leben sowie die Vergebung der Sünden erfährt.
Oder um es mit den Worten der evangelischen Kirche auszudrücken: Gott sagt „Ja“ zu dem Getauften.

 

Taufe nach eigenem Bekenntnis – die Erwachsenentaufe

Je nach Kirchenzugehörigkeit der Eltern findet die Taufe als Kind oder als Erwachsener statt. Gehören die Eltern einer der beiden christlichen Landeskirchen an, ist die Säuglingstaufe die Regel, während evangelische Freikirchen oft die Erwachsenentaufe bevorzugen. Viele Gläubige empfinden die eigene Entscheidung und das persönliche Bekenntnis zum christlichen Glauben, die eine Taufe als Erwachsener mit sich bringt, als vorteilhaft. Andererseits kann die nach hinten verlagerte Entscheidung auch problematisch sein, etwa wenn zuvor keine christliche Tradition gelebt wurde. Die Erwachsenentaufe ist nicht an eine bestimmte Zeit gebunden und kann in jedem Lebensalter stattfinden.

Welcher Zeitpunkt ist der richtige für die Säuglingstaufe?

Aber auch bei der Säuglingstaufe gibt es einen zeitlichen Spielraum. Meist wird sie aber im ersten Lebensjahr vorgenommen. Eine Taufe ist aus folgenden Gründen ab dem vierten Lebensmonat empfehlenswert:

– wichtige körperliche Entwicklungen des Kindes haben bereits stattgefunden.
– die Eltern erleben im Umgang mit dem Kind bereits eine gewisse Routine.
– der Täufling reagiert bei Stress schon auf weitere Bezugspersonen.
– der Mutter bleibt ausreichend Zeit, sich von der Entbindung zu erholen und die Taufe vorzubereiten.

Aber auch Kleinkinder, die bereits laufen und sprechen können, sind unter den Täuflingen. Eine Taufe in diesem Alter ist vorteilhaft, wenn das Kind diesen besonderen Tag bewusst miterleben und eventuell auch mitgestalten soll. Beispielsweise kann das Kind selbst die Taufkerze entzünden und auf den Altar stellen. Im Gegensatz zur Säuglingstaufe können die Eltern und Paten dem Kind zumindest im Ansatz erklären, welche Bedeutung sich hinter der Taufe verbirgt, und das Kind bei der Entscheidung mitwirken lassen. Grundsätzlich steht aber bei der Taufe sowohl von Säuglingen als auch bei Kleinkindern die eigene Entscheidung des Täuflings eher im Hintergrund. Wer sich als Eltern für diesen Zeitpunkt entscheidet, verweist darauf, dass sich das Kind im Jugendalter erneut für oder gegen den christlichen Glauben entscheiden kann (zum Beispiel im Rahmen der Konfirmation.)

 

Vorbereitung des Taufgottesdienstes – von der Liturgie bis zur Dekoration

Die Vorbereitung des Taufgottesdienstes beginnt mit der Anmeldung des Täuflings zur Taufe und mit einem Gespräch beim Pastor. Gemeinsam werden die Rahmenbedingungen des Gottesdienstes besprochen; dabei wird zunächst der Termin für die Taufe festgelegt. Es hat sich bewährt, den Gottesdienst nicht zu früh zu beginnen, um einen eventuellen Durchhänger der Gäste am Nachmittag zu vermeiden. Gemeinsam mit dem Pastor wählen die Eltern im Anschluss Lieder und Texte aus und legen den konkreten Ablauf des Gottesdienstes fest. Auch die Taufpaten werden bestimmt. Sie haben die Aufgabe, das Kind im späteren Leben zu begleiten – nicht nur im geistlichen Sinn. Um dem Taufgottesdienst einen besonderen Rahmen zu geben, hat es sich bewährt die Kirche ansprechend zu schmücken. Blumengestecke an den Kirchenbänken sowie ein Kranz, der um das Taufbecken drapiert wird, vermitteln eine besondere Atmosphäre. Aber Vorsicht: Wird der Blumenschmuck bereits einige Tage vor der Taufe angebracht, müssen die Pflanzen vorher noch einmal gegossen werden!

Fotos: la fille fotografie

 

Tauffeier planen – Gäste bewirten und Geschenke empfangen

Im Anschluss an den Taufgottesdienst trifft sich die Taufgemeinde in der Regel noch zum gemeinsamen Essen. Zu diesem Zweck in eine Gastwirtschaft oder in eine andere Lokalität einzuladen, ist für die Eltern oft besonders stressfrei. Steht zur Ausrichtung der Taufe jedoch nur ein kleines Budget zur Verfügung, kann alternativ auch ein Festsaal angemietet werden, wobei die Bewirtung der Gäste in Eigenregie erfolgt. Dann ist eine umfangreiche Vorbereitung notwendig, bei der gute Freunde helfen können. Viele Gäste möchten ein Geschenk zur Tauffeier mitbringen. Um hier Dopplungen zu vermeiden, hat es sich bewährt, ähnlich wie bei Hochzeiten eine Geschenkeliste zusammen zustellen, aus der die Gäste ihr persönliches Geschenk auswählen können. Damit ist sichergestellt, dass die Eltern nützliche Präsente erhalten. Auch Tauftische stellen eine beliebte Möglichkeit für die Gäste dar, sinnvolle Geschenke auszuwählen, zum Beispiel:

– Babykleidung (Strampler, Unterwäsche)
– Spielzeug
– Kochbücher für Babys
– religiöse Geschenke (z. B. eine Arche Noah aus Holz, Gebetsarmbänder oder Kinderbibeln)
– Fotoalben und Tagebücher

Dekotipps für die Tauffeier: eine süße Dekoration macht eine Tauffeier erst so richtig schön und festlich. Wir empfehlen euch dazu unsere süßen Wolkensets, die ihr im Shop bekommt. Die kleinen Wunschkarten sind toll für die Gäste, um einen lieben Gruß an den Täufling zu schreiben. Und mit den Girlanden könnt ihr nach Herzenslust schmücken.

Foto: Photopoeten

 

Einbindung der Taufgemeinde – Ideen

Die Taufe wird besonders feierlich, wenn möglichst viele Gäste etwas zu dem Fest beitragen, zum Beispiel beim Gottesdienst. Ein schöner Brauch ist es kleine Wunschzettel schreiben, die anschließend an ein Bäumchen gehängt werden – als Sinnbild für einen gesunden Baum, der gesunde Früchte trägt! Vielleicht traut sich ein Gast sogar, eine Minipredigt vorzutragen oder ein kleines Gesangstück darzubieten? Auf diese Weise wird der Taufgottesdienst lebendig und bleibt allen Beteiligten in Erinnerung. Aber Vorsicht: Keinesfalls sollte der Taufgottesdienst zu einer Performance-Veranstaltung ausarten. Gerade die Eltern und der Pastor sollten darauf achten, dass die religiöse Botschaft der Taufe im Vordergrund bleibt. Um sich später an den Tag der Taufe erinnern zu können, ist es darüber hinaus sinnvoll, Fotos zu aufzunehmen oder kleine Filme zu drehen. Unter den Gästen findet sich sicher ein begabter Fotograf oder Hobbyfilmer! Zusätzlich hat es sich bewährt, Einwegkameras an die Gäste zu verteilen. Auf diese Weise wird die Taufe aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. – So entstehen spielerisch Erinnerungswerte!
Tipp: Die Gastgeber können später die aufgenommenen Bilder für die Erstellung von Dankeskarten nutzen. Die Seite Taufkarten-paradies.de bietet eine Vielzahl an unterschiedlichen Dankeskarten an, die mit Hilfe eigener Fotos individualisiert werden können.

Fazit: Wer sich sorgfältig auf den Tag der Taufe vorbereitet, erhöht die Chance auf eine stressfreie und schöne Taufe. Eine Taufe, von der man später dem Täufling immer wieder gerne erzählen wird!

Viele Ideen rund um die Dekoration einer Taufe findet ihr auf dem Blog auch unter dem Schlagwort TAUFE.

Fotos: Stefanie Kohls / Cookies: Canan Kufer // Cook and Cookies

 

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